SPEKTRUM RHEIN MAIN Institut für systemisch-psychologische Bildung, Beratung und Therapie
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Psychosomatische Ergotherapie

KURZBESCHREIBUNG ERGOTHERAPIE

Ergotherapie ist nach dem Sozialgesetzbuch V eine Heilbehandlung, welche nach Bedarf und Notwendigkeit mit ärztlicher Verordnung in Einzel- und Gruppenbehandlung, durch staatlich examinierte Ergotherapeuten durchgeführt werden kann.

Übersetzt bedeutet Ergotherapie aus dem altgriechischen ton ergon: kreativ, musisch, künstlerisch und vor allem „tätig“ sein. Die Behandlung selbst war bereits im Altertum durch den griechischen Arzt Hippokrates (460 -370 v. Chr.) auf der Insel Kos bekannt. Es gelang ihm, durch die kreative Betätigung seinen Patienten eine schnellere Genesung zu ermöglichen.

Ziel der Behandlung ist, die Handlungsfähigkeit, welche durch Erkrankung reduziert ist, zu fördern, um so bei und nach einer Erkrankung wieder in das Freizeit-, Familien- und Arbeitsleben eingegliedert zu werden. Damit ist Ergotherapie eine Therapieform, die die Handlungsfähigkeit fördert und wieder herstellt.

 

DIE DREI EBENEN DER FÖRDERUNG:

Die Ausdrucksebene:

Hier liegt das Ziel darin, mit dem Patienten über die Gestaltung einen Zugang und ein Verstehen seiner Gefühle, Emotionen, Konflikte und Wünsche zu ermöglichen. Grundlage hierfür ist das Konzept der Gestaltungstherapie nach C.G. Jung, bei der unbewusste Anteile in die Gestaltung eingearbeitet werden, die dann in der gemeinsamen therapeutischen Reflexion aufgedeckt und bearbeitet werden können.

 

Die Kompetenzebene:

Hier geht es um das Wiedererlangen von persönlichen und fachlichen Kompetenzen, um so Fähigkeiten im lebenspraktischen Bereich zu fördern.

Eine wichtige Ebene ist hierbei die Wiederherstellung der individuellen Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Arbeitsdiagnostik, Belastungserprobung und Wiedereingliederung stellen dabei maßgebliche Behandlungsschwerpunkte dar.

 

Die Interaktionelle Ebene:

Hier geht es um die Förderung von sozio-emotionalen Fähigkeiten wie Kommunikation, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit und einem angemessenen Rollenverhalten. Medien zur Förderung bestehen in Projektarbeiten und dem sozialtherapeutischen Rollenspielen.

 

Ergotherapie und systemische Psychotherapie                                                                                 

Ergotherapie kann im Rahmen der systemischen Psychotherapie eine sinnvolle Ergänzung darstellen. So kann das therapeutische Gespräch mit kreativen Techniken kombiniert werden, um so mehrere Kanäle anzusprechen.

Gerade bei der therapeutischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist der Einsatz von gestalterischen Mitteln sehr zu empfehlen.

Systemische Psychotherapie meint hier, dass der Mensch mit all seinen Bezugssystemen betrachtet wird. Häufig treten Symptome und Störungen im Zusammenhang mit diesen Bezugssystemen auf. Es gilt, die störenden Faktoren, welche die Handlungsfähigkeit beeinträchtigen, zu erkennen und positiv umzugestalten.

 

DURCHFÜHRUNG DER BEHANDLUNG

Nachdem Ihr Arzt Ihnen die Ergotherapie auf einem Privatrezept verordnet hat, erarbeiten wir gemeinsam eine Behandlungs- und Honorarvereinbarung.

Hier vereinbaren wir, welche Ziele, Termine und Maßnahmen für Sie erforderlich sind und wie die Behandlung ausgerichtet werden soll. Auf Ihren Wunsch können wir Ihre Angehörigen mit in die Behandlung einbeziehen. Da es häufig auch um die Eingliederung am Arbeitsplatz geht, ist auch der Einbezug des Arbeitsplatzes vorstellbar.

 

Bestandteile der Behandlung bestehen in:

  • Befunderhebung (kognitiv, sozial, psychoemotional)
  • Arbeitsdiagnostik (Einschätzung der Leistungsfähigkeit und Erwerbsfähigkeit)
  • Festlegung der Ziele und der Maßnahmen
  • Durchführung der Behandlung
  • Zwischenauswertung der Behandlung und eventuell Neuausrichtung der Maßnahmen
  • Maßnahmen zur Eingliederung (Familie, Freizeit, Schule und Beruf)
  • Abschlussbericht mit Eingliederungsvorschlag (auch an den verordneten Arzt)

 

Hier einige Beispiele, die als Ziele der Behandlung in Betracht kommen können:

 

Im psycho-sozialen Bereich:

  • Verbesserung der Kommunikation
  • Entwicklung und Stärkung der sozialen Position und Rolle
  • Besserer Umgang mit Kritik und Frustration
  • Förderung der Teilnahme am öffentlichen Leben und Freizeitgestaltung

 

Im geistigen Bereich:

  • Förderung von Konzentration, Aufmerksamkeit und Gedächtnis

 

Im psychisch-emotionalen Bereich:

  • Gewinn von Selbstsicherheit
  • Entwicklung von Entscheidungsfähigkeit
  • Förderung von Mut zur Lebensgestaltung
  • Verbesserung der Beziehungsfähigkeit

 

Im Arbeitsbereich:

  • Feststellung der Leistungs- und Erwerbsfähigkeit
  • Förderung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit
  • Unterstützung in Antragsverfahren für die Anerkennung einer Schwerbehinderung und bei Erwerbsminderungsrente

 

Besonderheiten der Behandlung:

Die ergotherapeutische Einzelbehandlung bei psychisch-funktionellen Störungen kann im Einzelfall als Beratung zur Integration in das häusliche und soziale Umfeld erbracht werden. Dabei können einmal pro Regelfall bis zu zwei Einheiten zusammenhängend als Beratung erbracht und abgerechnet werden (2x 60 Minuten)

Bei psychisch-funktionellen Behandlungen können im Einzelfall in Abstimmung mit dem verordnenden Arzt bei Störungen der Ausdauer und Grundarbeitsfähigkeiten zwei zusammenhängende Therapieeinheiten an einem Tag als Belastungserprobung durchgeführt werden (2x 120 Minuten).

Die erhöhte Frequenz kann nur erbracht werden, wenn sie im Privatrezept verordnet wurde.

Das gleiche gilt auch für Behandlungen, welche als Hausbesuch verordnet werden.

 

 


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